Schottland

Eigentlich waren nur 5 Tage geplant, es wurden jedoch 6 Tage in Schottland.

Die Anreise war schon ziemlich turbulent und brachte uns an den Rand der Verzweiflung. Nach 18h kamen wir schließlich in Inverness an. Die kleine Pension spiegelte die schottische Kultur wieder und bescherte uns am nächsten Morgen ein wunderbares britisches Frühstück (Haggis, Black Pudding, Rührei, Bohnen und Speck). Bevor wir die Zugreise nach Glasgow antraten, fuhren wir schließlich zum Loch-Ness See. Leider versäumten wir das „weibliche“ Monster um nur wenige Minuten (laut dem vertrauenswürdigen Taxi-Fahrer). Die Zugreise durch die Highlands zeigte mir eine wunderschöne Landschaft, welche zu einem erneuten Urlaub in Schottland einlud. In Glasgow angekommen, eilten wir ins Hotel, um dann gleich wieder in die Stadt zu gehen. Nach einem – üppigen und sehr guten – Abend-Mahl (Fish’n’Chips und Mini-Burger), blickten wir dem nächsten Highlight entgegen. Auf dem Plan stand ein „Modest Mouse“-Konzert im Barrowland Ballroom. Modest Mouse präsentierte sich in Höchst-Form und begeisterte die ca. 500 Besucher. Nach dem Konzert wollten wir die Stadt unsicher machen, leider ist in Schottland um 22 Uhr bzw. 23 Uhr Alles geschlossen.

Der nächste Tag begann – wie immer – mit einem üppigen Frühstück. Um die Stadt ein wenig kennen zu lernen, spielten wir das „Spooky Glasgow“ Spiel am Handy. Nach einigen Stationen landeten wir schließlich im ältesten Pub „The Scotia“ von Glasgow. Nach Beendigung des Spiels gingen wir zum nächsten Italiener um dort eine schottische Pizza (mit Black Pudding und Haggis) zu essen. Die Pizza schmeckte wie sie sich ließt! Da ich dieses Essen verdauen musste, wanderte ich durch die Stadt um den „Necropolis“ Friedhof zu besuchen. Viele monumentale Gräber und das William Wallace Denkmal machen diesen Friedhof zu einer beeindruckenden Sehenswürdigkeit. Als ich die Wanderung durch den Friedhof abgeschlossen hatte, verlor ich keine Zeit um wieder ins „The Scotia“ zu gehen. Dort gab es 23 offene Biere („slàinte“ –> Prost)  und ich lernte vom Barkeeper den einzigen deutschen Satz den er wusste: „Meine Wurst ist groß und rot“.

Gut ausgeschlafen startete ich, am nächsten Tag, eine Shopping-Tour um Souvenirs einzukaufen. Leider verhinderte meine Gelassenheit, dass wir den geplanten Zug erwischten. Der nächste Zug ließ aber nicht lange auf sich warten und so konnten wir die Reise fortsetzen. Auf dem Weg nach Edinburgh stoppten wir in Falkirk, um uns dort das Falkirk-Wheel anzusehen. Mehr als ansehen wurde es leider nicht, da das Falkirk-Wheel eine Störung hatte. Somit kehrten wir zum Bahnhof zurück und setzten die Reise nach Edinburgh fort. Im Hotel angekommen, hinterließen wir unser Gepäck und starteten die Erkundung der „Old Town“. Die geschichtsträchtige „Old Town“ war natürlich voller Touristen! Die „Royal-Mile“ enthält sehr schön erhaltene Gebäude, welche jedes seine eigene Geschichte hat. Im Zuge der Erkundung entdeckten wir eine Bar, die mir im Vorfeld empfohlen wurde. Am Gassen-Tisch sitzend, beobachteten wir die promenierenden Touristen und stellten fest, dass uns gegenüber die hässlichste Gebäudefront der gesamten „Old Town“ war. Doch das traurigste an diesem Pub war die Tatsache, dass das „Guinness“ Bier aus war! Nachdem wir das obligatorische Bier getrunken hatten, setzten wir die Erkundung fort. Zum Abendessen wählten wir diesmal die indische Küche, da (unserer Meinung nach) indisch als einheimisch angesehen werden kann. Allen meinen Vorurteilen zum Trotz, war das Essen sehr schmackhaft. Auf dem Rückweg kamen wir am nächsten Pub vorbei, welches mir empfohlen wurde. Dieses Pub lag genauso mies, gegenüber einer Baustelle.

Am nächsten Tag gab es zum Frühstück einen ekelhaften Kaffee, hierbei wurde mir bewusst, dass ich in Groß-Britannien eigentlich Tee trinken sollte. Ich trank zwar keinen Tee, jedoch trank ich – auf meiner Reise durch Schottland – kein Bier 2x. Durch die Stornierung unseres Rück-Fluges, mussten wir nun ein neues Hotel finden, um nicht auf einer Parkbank zu schlafen. Kurz recherchiert, fanden wir eine passende Unterkunft. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, kehrten wir in die „Old Town“ zurück, um auch dort – mit Hilfe des „Ghosts of Edinburgh“ Spiels – die Stadt zu erkunden. Unmittelbar nach Beantwortung der letzten Frage, begann es zum 1. Mal zu regnen (Jeder Schotte würde dies aber nicht als Regen bezeichnen!). Am Grassmarket suchten wir Schutz in einem Restaurant, um gleichzeitig Mittag zu essen. Gestärkt fuhren wir zum Fussball-Stadion der „Heart of Midlothian„. Ohne Scham kaufte ich 2 Karten am Schwarzmarkt und musste dann im Stadion feststellen, dass unsere Sitzplätze schon – von den eigentlichen Besitzern – besetzt waren. Durch meine Überzeugungskraft konnte ich die Leute überreden, uns den Platz frei zu machen. 🙂 Da wir Beide auf die Heimmannschaft vertrauten, musste die Tor-Wette (Roman 2:1 & Martin 1:0) entscheiden. Das Spiel „Heart of Midlothian“ gegen „Stoke City“ endete 2:1 und somit musste Martin die restlichen Biere des Abends zahlen. Diesmal in einer attraktiven Seitengasse in „New Town“, bekam ich mein hart verdientes Fussball-Bier. Im nächsten Pub gab es dann wieder typisch schottisches Essen und ein weiteres Fussball-Bier. Anschließend noch diverse Pubs und diverse Fussball-Biere.

Schon war es Sonntag, wir packten unsere Koffer und verließen Schottland. Nach einer erneuten 15 stündigen Reise kamen wir gesund zu Hause an.

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© 2022 Ing. Roman Huber